Mitarbeit an einem Gesundheitssystem der Zukunft

Mistel-Workshop 11.4.2010 in Kassel mit Dr. Ramm

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Dr. Hartmut Ramm vom Hiscia Institut in Arlesheim, Schweiz nahm uns einen Tag auf eine Reise durch das Reich der Mistel mit. Er führte uns in ihre Geheimnisse ein, entführet uns in Mythen um sie und brachte sie uns in ihrer Gestalt näher. Es war eine klare Linie von einer Außenbetrachtung zu einer Innenbetrachtung: Er begann mit den Wirtsbäumen und der Kunst, auch Misteln auf der Eiche zu kultivieren. Dann durften wir selber Mistelkerne auf einen Weidenast kleben, was eine erstaunliche Überraschung bot: diese weißen Beeren kleben sehr und ziehen Fäden, wenn man den innewohnenden Embryo daraus befreit. So wird verständlich, dass bei der Verbreitung durch Vögel der wieder ausgeschiedene Mistelembryo an den Bäumen haften bleibt um dort bei günstigen Bedingungen festzuwachsen. Dr. Ramm animierte uns immer wieder die Mistel auch mit unserem Zeichenstift zu erfassen Eine echte Herausforderung an uns Ungeübte. Aber, was man gezeichnet hat, vergisst man nicht. Von den botanischen Betrachtungen der Blätter, Blüten und Beeren kamen wir zum Gewebeaufbau der Mistel: Meristemgewebe und Senker im Vergleich zur Wurzelpflanze, präsentiert auf wunderbaren Dia-Aufnahmen.

 

Hinzu kamen viele Erläuterungen zum Jahreslauf der Mistel, ihrer sogenannte Antitendenz, was so viel bedeutet wie: „die Mistel macht in ihrem Leben einfach alles anders als die gewöhnlichen Pflanzen“. Immer wieder kam es zu Gesprächen mit uns Zuhörern, wenn es darum ging, den Bezug zum Menschen zu finden und letztlich auch zur Krebsbehandlung. So entdeckten wir „die Mistel im Menschen „ und „den Menschen in der Mistel“. Nicht zu vergessen ist die Darstellung des Herstellungsprozesses der Iscador-Präparate, durch die klar wurde, das der pharmazeutische Prozess erst die Pflanze zur Heilpflanze für den Menschen macht. Einmal beim Thema der Krankheitsbehandlung angekommen wurde uns klar, dass man der Biographiearbeit einen großen Stellenwert beimessen muss, wenn man den Krebs erfolgreich behandeln möchte. Die Mistel ist auf diesem Wege eine großartige Helferin und sicher trägt sie noch so manches Geheimnis in sich.

 

Birgit Emde

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 27. April 2010 um 15:08 Uhr  

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