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Leber und Auge: Tore zum Organismus?

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Leber und Auge: Tore zum Organismus?  

 

Die Leber ist das Organ im menschlichen Organismus, in dem aus den zuvor sorgsam zerstörten Nahrungsbestandteilen wieder lebendige Körpersubstanz entsteht.Gelingt es unserem Verdauungstrakt mit all seinen Enzymen, Magensäuren und Gallensäften nicht,  die aufgenommene „lebendige“ Nahrung vollständig zu zerstören, bevor sie in den Organismus hineingelangt, so treten verschiedenste Symptome auf: Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Blähungen aber auch Allergien und Erschöpfungen.So ist es folglich besonders wichtig, der Nahrung, die wir zu uns nehmen, im Verdauungstrakt alles „Eigenleben“ zu nehmen. 

Wie aber wird nun aus diesen toten Bausteinen wieder lebendige Körpersubstanz?Diese Aufgabe hat die Leber in unserem Organismus übernommen.Hier entstehen die „Lebenskräfte“, das Wort „Leber“ kommt von „Leben“. 

Schon in der Antike wurde die Leber als der „Sitz der Lebenskräfte“ angesehen.Heute wissen wir, dass in der Leber unsere körpereigenen Kohlenhydrate und Eiweiße entstehen, auch die Synthese der Fette hängt mit der Leber zusammen. 

Alle fremden Nahrungsbausteine müssen durch das „Tor zum Organismus“ gehen, um zu ganz individuellen Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten zu werden.Die Hauptaufgabe dieses Organs der Lebenskräfte liegt also im Aufbaustoffwechsel.  

Mit ihrer Fähigkeit zum „Entgiften“ verhindert sie, dass fremde Stoffe, die der Verdauungstrakt nicht zerstören konnte, den Organismus erreichen. 

Damit die Leber ihre Arbeit gut verrichten kann, braucht sie Unterstützung im Vorfeld.So sind Auge und Zunge zwei wichtige „Helfer“.Über die Geschmacksempfindungen „erfährt“ die Leber schon frühzeitig, welche Stoffe sie bald erreichen werden: Fette, Eiweiße oder Kohlenhydrate?Wird über eine getäuschte Geschmacksempfindung, wie sie zum Beispiel durch Geschmacksverstärker oder Süßstoffe auftritt, falsch informiert, so arbeitet sie „ins Leere“. Passiert dies häufig, so wird sie auf Dauer geschädigt. 

Auch die Augen sind Helfer der Leber: Über unsere Sinneseindrücke, besonders über den Sehsinn, nehmen wir die Umwelt wahr. Eindrücke wirken auf uns ein, diese müssen „verdaut“ werden. Und so kann ein zu intensives Erleben neuer Eindrücke sogar zu Verdauungsbeschwerden führen: Bekannt ist dieses Phänomen bei den so genannten Reiseerkrankungen, die keineswegs nur auf unbekannte Speisen zurückzuführen sind, sondern einfach auf ein Zuviel an zunächst unverdaulichen Erlebnissen, die erst dann gesund in uns leben können, wenn wir ihnen den Fremdcharakter genommen haben, wenn wir uns die Erlebnisse zu Eigen machen. 

Über die Augen haben wir übrigens eine Möglichkeit, uns diesem Zuviel an Eindrücken zu entziehen: Wir können sie schließen! Bei anderen Sinnesorganen ist das leider nicht möglich.Die Augen und die Zunge sorgen als Helfer der Leber natürlich auch dafür, dass z.B. Verdorbenes gar nicht erst in den Verdauungstrakt gelangt und haben somit eine Art „Wächterfunktion“. 

Interessanterweise kann man bestimmte Augenerkrankungen, zum Beispiel das trockene Auge über die Leber behandeln oder anders herum formuliert: Zu trockene Augen sind ein Hinweis darauf, dass die Leber in ihrer Aufbaufunktion geschwächt ist. 

Die Anthroposophische Medizin bietet Möglichkeiten, genau diese Aufbaufunktionen zu stärken, die übrigens auch bei verschiedenen anderen Krankheiten, die man normalerweise im ersten Anschauen nicht mit der Leber in Verbindung bringt, geschwächt: allgemeine Trockenheit im Körper: Haut, Augen, Gelenke, Allergien, Ekzeme, Juckreiz, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen und mehr. 

Juliane Riedel

Apothekerin und Referentin für Anthroposophische Pharmazie (GAPiD)

 

Dieser Artikel erschien im Nov. 2009 in der Bad Hersfelder Tageszeitung im Rahmen einer Gesundheitswoche, die die Kurbad-Apotheke Bad Hersfeld jährlich durchführt.  
 

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Fortbildung-Reise nach Paris

Beginn: 13.10.2010, 19:00 Uhr
Ort: Paris
Freie Plätze: 21

Vertiefungsseminar Gesund älter werden

Beginn: 13.11.2010, 10:00 Uhr
Ort: Frankfurt
Freie Plätze: 36

Erkenntnistheoretisches Seminar

Beginn: 27.11.2010, 10:00 Uhr
Ort: Stuttgart
Freie Plätze: 23